2009-08-04
Wien – Die Wirtschaftskrise dämpft die Gehaltsentwicklung in Österreich. Nach einer aktuellen Studie der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates „Welche HR-Schwerpunkte Unternehmen aus der Krise heraus setzen" haben 85% der befragten Unternehmen ihre Ge-haltserhöhungen aufgrund der wirtschaftlichen Situation angepasst. Davon erhöhen 93% der Unternehmen die Gehälter in geringerem Ausmaß als ge-plant: 54% haben die Gehaltserhöhungsbudgets reduziert und 39% auf Null gesetzt. Nur 7% waren entgegen dem Trend in der Lage die Gehaltser-höhungsbudgets zu steigern. Bonuszahlungen waren nur bei etwa der Hälfte der Unternehmen von einer Kürzung betroffen, wovon 55% deutlich reduziert haben (mehr als 15%). Eine weitere Konsequenz ist, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Reduktion der Mitarbeiterzahl einen geeigneten Stell-hebel für 2009 sieht – ob direkt oder indirekt durch einen Einstellungsstopp.
Mitarbeiterbindung steht trotz Sparmaßnahmen im Vordergrund
In der Krise reduziert etwas weniger als ein Drittel der Unternehmen die Zahl der Beförderungen. Gleichzeitig kürzen sie die Gehälter nur selten, sondern sehen es vielmehr als die größte Herausforderung, Leistungsträger an das Unternehmen zu binden. Dazu bieten sie Spitzenkräften vor allem zusätzliche Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen (58%) und Gehaltserhöhungen (29%) an. Nur selten gibt es allerdings dazu ein separates Budget für die Leistungsträger. Bei signifikanten Kürzungen des Budgets der Personalabteilung stellt es eine besondere Herausforderung dar, weiterhin die passenden Schlüsselkräfte zu gewinnen, zu halten bzw. entsprechend weiterzuentwickeln.
Die Situation macht Restrukturierungen notwendig
Zwei Drittel der befragten Unternehmen geben an für die nächsten 2-3 Quartale die Themen Restrukturierung und Change Management am Plan zu haben. Mag. Bernhard Stieger, Geschäftsführer von Hewitt Österreich er-gänzt dazu: „Jetzt ist der notwendige Handlungsdruck vorhanden. Das hilft bei der Umsetzung von Veränderungsvorhaben, denn die Mitarbeiter ver-stehen die Notwendigkeit zur Veränderung. Gemeinsam mit den Mitarbeitern lassen sich die geplanten Veränderungen besser und schneller realisieren".
Mitarbeiterbindung und –Ressourcenplanung, Vergütung und Leadership sind die Top-Themen der nächsten Quartale
Trotz der schwierigen Bedingungen sind die befragten Unternehmen bereit in ihre Mitarbeiter zu investieren. So stehen die Mitarbeiterbindung und Führungs-
kräfteentwicklung ganz oben auf der Agenda. Gleichzeitig planen die Unter-nehmen ihr Grundgehaltsmanagement und Bonuspläne umzustrukturieren und sich verstärkt mit dem Thema Mitarbeiter-Ressourcenplanung auseinan-derzusetzen. „Strategic Workforce Planning ist ein Führungsinstrument, das in schwierigen Zeiten an Bedeutung gewinnt, denn es verbessert die Fähig-keit, die Belegschaft rasch und intelligent an veränderte Rahmenbedingun-gen anzupassen, sagt Bernhard Stieger.
Über Hewitt Associates
Mit mehr als 65 Jahren Erfahrung ist Hewitt Associates (Börsenkürzel: HEW) der weltweit führende Anbieter von HR-Outsourcing und HR-Consulting Leistungen. Das Unternehmen berät mehr als 3000 Firmen und steuert die Bereiche Human Resources, Gesundheitsvorsorge, Gehaltsabrechnung und Pensionsprogramme für mehr als 350 Unternehmen und Millionen von Angestellten und Pensionisten auf der ganzen Welt. Hewitt beschäftigt rund 23.000 Mitarbeiter in 30 Ländern. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Webseite www.hewitt.com.